Was denken sich eigentlich Menschen wie Boris Palmer, der noch dazu einen Eid auf unsere Verfassung – das Grundgesetz – geschworen hat, die Würde älterer Menschen mit Füßen zu treten? Es ist so schon verdammt schwer, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Notwendigkeiten der verschiedenen Gruppen in unserem Land auf- und miteinander abzustimmen. Dass sie in diesen herausfordernden Zeiten gegeneinander abgewogen werden müssen, ist hart genug, deshalb sind bestimmte Menschen aber nicht weniger wert als andere. Was mich bei der ganzen Angelegenheit aber am meisten enttäuscht, ist die Rolle seiner Partei – Die Grünen – für die seine regelmäßigen und eindeutig rassistischen Aussagen nie Anlass waren, seine Mitgliedschaft in Zweifel zu ziehen. Gegen alte und vorerkrankte Menschen zu hetzen, scheint dann allerdings nicht mehr mit den Werten der Partei vereinbar zu sein. Immerhin: Besser spät als nie!

„Wer die Möglichkeit hat, Homeoffice zu machen, kann sich auch um seine Kinder kümmern und benötigt keine Notbetreuung.“ So heißt es im Moment oft. In der aktuellen Diskussion offenbart sich, dass es der Arbeit am heimischen Schreibtisch noch immer an Akzeptanz und Anerkennung mangelt. Umgekehrt ließe sich das auch über die häusliche Kinderbetreuung sagen. Nur lässt sich das eine eben schwerlich mit dem anderen verbinden. Und wenn man es dennoch tun muss, kann man beidem weder gerecht werden noch es wirklich gut machen.















Auch wenn es sicherlich noch lange dauern wird, bis ich wieder mit meinem Bruder im Waldstadion magische Nächte erleben oder mit meinen Kumpels im Preußenstadion auf der Gegengerade stehen darf, freue ich mich darauf, dass bald wieder der Ball rollt. Niemand findet Geisterspiele toll. Genauso wenig lässt man sich gerne mit Gesichtsmaske die Haare schneiden oder lässt sich im Baumarkt durch eine Plexiglasscheibe beraten. Fußball ist ein Massenphänomen, er verbindet – auf und neben dem Platz. Darum finde ich es gut und richtig, dass der Breitensport gleichermaßen wieder loslegen darf; nicht zuletzt um nach dem umfangreichen Verzicht der vergangenen Wochen, wieder zunehmend Freude und Hoffnung zu stiften.






Unser Sohn kommt im Sommer in die Schule und wir hatten lange darauf hingefiebert, dem unangenehmen Münsteraner Winter zu entfliehen und für zwei Monate Südostasien zu bereisen. Wir hatten das große Glück, nahezu unbehelligt vom Coronavirus bis Ende März die Familienzeit genießen und die Seele baumeln lassen zu können. Dafür bin ich sehr dankbar und ich weiß, dass es (vor allem momentan) ein großes Privileg ist, diese gemeinsame Zeit sorgenfrei erlebt haben zu dürfen und gesund (geblieben) zu sein.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.