Ich kann das Gefühl gar nicht beschreiben, ob ich geschockt war oder verwundert war, als das Coronavirus bei uns ankam. Ich habe nur bemerkt, mit welcher großen Angst die Mitmenschen befallen wurden. Das ist mir sehr nahe gegangen. Ich kenne Angst auch in bestimmten Situationen und ich bin auch irgendwo ein Kontrollfreak, aber als uns diese Maßnahmen auferlegt wurden und ich gemerkt habe, dass selbst in meinem engen Freundes- und Familienkreis Angstgefühle aufkamen, dass es sie auch treffen könnte, dass man dieses und jenes beachten müsse, das war mir völlig fremd. Das hat mich belastet, weil ich weiß, was Angst mit den Menschen machen kann. Angst macht krank. Und daher war ich irgendwie betrübt und erstaunt über diese unglaubliche Angst, die auftrat. Die bis jetzt noch anhält. Ich hätte mit einigen Menschen gern trotzdem Umgang gepflegt. Das war aber nicht möglich, weil die sich einfach unter diese Maßnahmen gestellt haben. Was mir sehr Leid getan hat: Ein großer Teil meines Lebensinhaltes ist zu singen. Und erstmal wollte keiner mit mir singen. Und als es jetzt auch noch hieß, dass die Aerosole beim Singen zur Verbreitung stark beitragen können, haben sich noch mehr Menschen zurück gezogen, mit denen ich eigentlich singen würde, und das bedaure ich sehr. Ich habe am Anfang versucht allein zu singen, aber das habe ich nur ein-zwei Wochen gemacht und dann habe ich doch einige mobilisieren können, und es kamen dann auch einige Anfragen von Freunden, die mit mir singen wollten, und wir treffen uns jetzt regelmäßig und singen und fühlen uns wohl und sind happy. Die haben eine ähnliche Einstellung, denke ich.

Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass diese Auflagen und Maßnahmen unverhältnismäßig sind. Ich habe mich sofort gefragt, wer hat einen Nutzen davon, dass der Bevölkerung, der Industrie und den gesamten Lebensbereichen so etwas auferlegt wird?! Das war meine erster Gedanke! Wem nützt das? Sofort sind mir die Börsenspekulanten eingefallen, denn ich wusste, wenn sowas passiert, dass die ganze Industrie runtergefahren wird, das bedeutet, dass die Kurse fallen. Und es gibt sofort Leute, die über die steigenden oder die fallenden Kurse spekulieren, darüber Wetten abschließen und so weiter. Das waren mir die Ersten, die davon partizipieren, wenn die Wirtschaft in die Knie geht. Und erst später kamen dann so Anmerkungen, dass Leute die Impfstoffe entwickeln und Impfstoffe gern verbreiten wollen, dass die auch einen großen Nutzen haben davon. Und dann habe ich auch gemerkt, dass auch Personen der Öffentlichkeit – also Politiker – davon sprachen: „Erst wenn Impfungen da sind, sind wir befreit von dieser Klammer der Pandemie!“ Ich würde mich nie Impfen lassen. Ich habe auch meine Kinder nicht impfen lassen – nur gegen Masern und Pocken und so. Sowas würde mir im Traum nicht einfallen. Ich finde es völlig überzogen und diese Überzogenheit kann nur einem bestimmten Zweck dienen und diesen Zweck sollte man herausfinden und der wird auch irgendwann aufgedeckt. Es könnte sein, aber das ist nur eine Vermutung, dass so ein neues Virus ein willkommenes Element ist, um bestimmte Maßnahmen zu ergreifen und auch bestimmte Ziele zu erreichen. Denn Viren, auch unbekannte Viren und auch durchaus gefährliche Viren, hat es immer gegeben und wird es immer geben. Wahrscheinlich haben irgendwelche Leute gedacht: Diesen Virus aber, den könnten wir tatsächlich nutzen um das zu erreichen und das und das in die Wege zu leiten.

Ich kann vom Fahrrad fallen. Ich kann jederzeit sterben. Wir sind überhaupt nicht gefeit vor dem Tod. Ich kann jederzeit an irgendeiner beliebigen Krankheit sterben. Ich kann vom Auto überfahren werden. Ich betrachte mich aber als sehr zuversichtlich. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich von diesem Virus angesteckt werde. Ich habe nicht die Angst, der Virus könnte mich befallen. Ich müsste ja total ängstlich durch die Welt gehen, weil irgendwann irgendwas passieren könnte. Der Virus ist nichts anderes als alle anderen sogenannten Bedrohungen für mich. Wen es treffen soll, den trifft es. Deswegen würde ich meine Art zu leben nie so einschränken wollen. Es gibt ja sehr viele Menschen, die von diesem Virus infiziert wurden, wo ein milder Verlauf da ist, oder wo überhaupt keine Symptome da sind. Die tragen den Virus in sich, aber er wirkt sich nicht aus. Es kann alles Mögliche sein, was passiert, wenn ich mich infizieren würde. Aber darüber zu spekulieren ist müßig. Das weiß keiner. Ich glaube es gab insgesamt viel, viel mehr milde Verläufe und infizierte Personen, die gar nicht wissen, dass sie infiziert sind und auch nicht andere angesteckt haben – die zusammen gelebt haben, wo nichts passiert ist. Aber das wird natürlich nicht referiert, sondern es wird Angst geschürt. Und das fand ich von Anfang an… Das hat mich sehr betroffen gemacht, dass alle – vor allem die Medien – nur Angst geschürt haben. Diese LKW-Schlangen von Särgen in Italien, das war das Erste, was sie gezeigt haben. Und was bedeutet das?! Angst! Aber als ich das sah, da dachte ich: „Oh, da wird ja Öl ins Feuer geschüttet!“ Im Prinzip ist mein Eindruck, dass diese Angst geschürt wird, damit die Maßnahmen durchgeführt werden können. Angst, Angst, Angst. Ein gewisser Anteil an Menschen ist wachsamer geworden, den Medien gegenüber, der Politik gegenüber. Mehr Offenheit, mehr Wachsamkeit ist entstanden. Das wird bleiben. Aber solange wir Menschen so Ichzentral sind, bleibt das Konsumverhalten. Es kann sein, dass jetzt mehr Menschen Vegetarier werden. Denn plötzlich wird bekannt, woher das kommt, dass wir so niedrige Preise haben und was das nach sich zieht, dass wir so viel Fleisch und so viel billiges Fleisch essen. Aber solche Dinge werden niemals der gesamte Bevölkerung bewusst. Das macht sich nur in den Kreisen bemerkbar, die sowieso den Massen kritisch gegenüber stehen. Bei denen wird sich vielleicht etwas ändern. Aber die große Masse wird das nicht sehen können, denn die steht unter der Angst und diese Leute sind – wie wir auch – mehr oder weniger egozentrisch. Und deswegen wird sich auch nichts wesentlich ändern.

Mir fiel auf, wie schnell davon geredet wurde, dass eine zweite Welle kommt. Es war gerade dabei, dass der Beginn der Pandemie eine Abwärtskurve nahm. Schon wurde von allen Menschen in den Medien über eine zweite Welle gesprochen. Das Erste ist noch nicht einmal vorbei, da heißt es schon: „Jaja, aber die zweite Welle kommt! Die zweite Welle kommt!“ Damit unbedingt diese Angst aufrecht erhalten bleibt. Das macht mich unglaublich betroffen. Ich kann allerdings nichts dagegen tun. Ich gehe auch auf keine Demos. Ich lese und verfolge das einfach in den Medien und mache mir auf Basis meines Verständnisses mein eigenes Bild. Wenn Menschen ihren Mitmenschen Vorwürfe machen, weil diese die Härte der Maßnahmen kritisieren, dann rührt das nur aus ihrer unglaublichen Angst, dass es einige gibt, die sich nicht dran halten und dadurch das Virus weiter verbreiten. Es ist immer nur die Angst, die dabei hilft, solche spekulativen Dinge zu verbreiten. Und das macht mich sehr betroffen, dass so ein Großteil von Menschen so unter Angst stehen, dass sie alles mit sich machen lassen. Und dass sie auch andere Menschen angehen, und dass sie die Menschlichkeit verlieren… Ich versuche durch meine Lebenseinstellung und das was ich mache und das was ich sage und dadurch dass ich singe, die Menschen dazu zu bringen, dass sie ihre Angst verlieren. Wenn ich es irgendwie erreichen könnte, dazu beizutragen, dass die Angst aufhört, dass sie weniger wird, dass die Menschen einfach positiv, unbelastet, unvoreingenommen durchs Leben gehen, das wäre mein Ziel.

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